Scham und Stolz

Wie kann in Beratung und Therapie die oft tabuisierte Emotion Scham besprochen und stattdessen Stolz und Würde entwickelt werden?

Der Umgang mit Scham – und korrespondierenden Emotionen wie Schuld – bedeutet für Berater*innen/Therapeut*innen, wie für Klient*innen oft eine Herausforderung. Zum einen, weil sie meist an Tabus gekoppelt sind, zum anderen, weil sie Menschen nach traumatisierenden Erlebnissen manchmal in „toxischer“ Dosis zu überfluten scheinen. Zugleich haben diese Emotionen eine wesentliche integrative Funktion für unser soziales Miteinander und damit auch eine hohe Bedeutsamkeit im Kontext Systemischer Beratung und Therapie.

Wie können wir diese Emotionen im beraterischen/therapeutischen Prozess nutzen, um dahinter liegende Bedürfnisse zu entdecken? Welchen Unterschied macht es für Klient*innen, wenn Scham – und ihre „Antagonisten“ wie bspw. Würde und Stolz – in den Fokus einer Beratung gestellt werden? Wie wirkt sich dies auf Berater*innen/Therapeut*innen aus?

In diesem Workshop erlernen und üben die Teilnehmer*innen Interventionen bzgl. des Scham- und Schulderlebens ihrer Klient*innen. Außerdem beschäftigen wir uns, als Voraussetzung für eine hilfreiche beraterisch/therapeutische Beziehungsgestaltung mit selbstreflektierenden Fragen.

Ziel des Workshops ist es sich mit dem Thema auseinanderzusetzen, eigene Reaktionen auf Scham zu reflektieren, eine eigene stimmige Haltung zu finden, Methoden für die Bearbeitung von Scham gezielt einsetzen sowie diese Emotion im Beratungsprozess gezielt für Veränderung nutzen zu können. 

Zielgruppe
Psychosoziale Fachkräfte wie Psychotherapeut*innen, Ärzt*innen, Sozialpädagog*innen, Berater*innen, Lehrer*innen, Coaches, Supervisor*innen.

Termin WS-12-21
22. November 2021
bis 23. November 2021

Referent
Cordula Meyer-Erben

Kosten
269,– €

bei Anmeldung
bis 20. September 2021
249,– €

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